Tipps zur Einführung der Beikost

  

Stillen und Beikost

 

Muttermilch ist die beste Nahrung für ein Baby. Ein Kind sollte laut WHO bis über das zweite Lebensjahr hinaus gestillt werden. Erst ab dem 6. Monat empfiehlt die WHO zusätzlich Beikost, um seinen Bedarf an Vitaminen zu decken.

 

Informiere Dich über die Vorteile der Muttermilch und des Stillens.

 

 

1. – 6. Monat

Ausschließlich Milch, sei es nun Muttermilch oder, falls aus irgendwelchen medizinischen Gründe nötig, ein artifizieller Ersatz (Milchpulver nº1). Muttermilch ist die natürlichste und gesündeste Ernährung, die Du Deinem Kind bieten kannst.

 

Es sollte möglichst nach Bedarf gestillt werden. Ernährung mit artifizieller Milch alle 3–4 Stunden ein Fläschen.

 

Fläschchen mit Muttermilch: Mit einer Milchpumpe kannst Du Deine Milch abpumpen und danach bei Bedarf zufüttern. Du kannst Sie frisch bis zu 24 Stunden im Kühlschrank aufbewahren oder einfrieren und so bis zu 3 Monate im Tiefkühlfach lagern.

 

Fläschchen mit Milchpulver: Falls Flaschennahrung nötig ist informiert Dich Euer Kinderarzt über die richtige Zubereitung des Fläschens.

 

Bevor Du das Fläschen gibst, immer die Temperatur (ca. 32 ºC) kontrollieren!

 

Laut der AEP (Asociación española de los Pediatras) ist es nicht nötig, in Spanien/Europa die Utensilien zu sterilisieren, aber alle Gebrauchsgegenstände zur Essenszubereitung müssen sauber sein, um die Bildung von Schimmelpilzen in der warmen Milch zu vermeiden.

 

 

6. – 8. Monat

Nach der WHO sollte ein Baby bis zum 6. Monat ausschließlich Muttermilch bekommen und so die Einführung von fester Nahrung ohne Probleme aufschieben. Der Vitamin und Mineralbedarf werden immer noch durch die Muttermilch abgedeckt.

 

Beikost:

 

Weiterhin Muttermilch nach Bedarf.

 

Getreide ohne Gluten: es kann mit der Muttermilch oder der Milch aus Pulver nº2 angerührt werden. So kann es im Fläschchen oder als Brei mit dem Löffel gegeben werden. Die Menge solltest Du mit der Kinderkrankenschwester absprechen (normalerweise zu Beginn 3 Löffel am Tag).

 

Frucht: Früchte decken unseren täglichen Bedarf an Vitaminen. Der Fruchtbrei sollten aus frischen Früchten und unmittelbar vor der Verwendung zubereitet werden. Die besten Früchte für den Anfang sind Äpfel, Bananen, Birnen, Pflaumen und der Saft aus Orange oder Mandarine. Die Füchte werden geschält, entkernt und püriert. Es kann Getreide oder Milch in den Fruchtbrei gegeben und das Ganze im Wasserbad erwärmt werden. Es sollte immer nur eine Frucht zu einer Zeit eingeführt werden, um zu beobachten, wie das Kind darauf reagiert. Pfirsiche, rote Früchte im Allgemeinen und Nüsse lösen häufiger Allergien aus und sollten daher erst ab 12 Monaten gegeben werden.

 

Gemüsebrei: 125–240 cc täglich, mittags. Gutverträgliche Gemüse zum Einstieg sind Kartoffeln, Mohrrüben, grüne Bohnen, Lauch, Zuchini, Zwiebel, Kürbis, Spinat, und Mangold. Ferner kann 20–30 g Hühnerfleisch, später auch Rindfleisch, Kaninchen und Schweinefleisch hinzukommen. Die schonendste Zubereitungsart ist mit Vapor oder kurz mit wenig Wasser kochen (damit die Vitamine erhalten bleiben). Das gekochte Gemüse und Fleisch pürieren und einige Tropfen pflanzliches Öl hinzufügen, nicht salzen. Der Gemüsebrei kann auch in kleinen Portionen eingefroren und an verschiedenen Tagen gegeben werden, das spart Arbeit.

 

Wir raten zu viel Geduld beim Einführen von neuen Nahrungsmitteln. Wenn ein Kind etwas nicht mag, dieses immer mal wieder mit neuen Kombinationen anbieten, vielleicht war die Konsistenz, Temperatur, Tageszeit oder das Besteck nicht passend.

 

Achtung: in dieser Zeit noch keinen Zucker oder Honig, kein Brot oder Kekse und auch keine normale Kuhmilch geben.

 

 

8. – 10. Monat

Weiter Muttermilch nach Bedarf.

 

Getreidesorten mit Gluten einführen: im Fläschchen oder als Brei wie gewohnt zubereiten.

 

Weiter frische Früchte.

 

Weiter mit Gemüse: es können nun auch andere Fleischsorten hinzugefügt werden, außerdem einmal die Woche das Eigelb von einem gekochten Ei unterrühren (nicht das Eiweiß).

 

Jogurt, Käse, Brot und Gries dem Speiseplan hinzufügen. Nun könnten auch Kekse gegeben werden, aber es ist besser für das Kind, auf Süßigkeiten gänzlich zu verzichten.

 

 

10. – 12. Monat

Weißen Fisch in den Speiseplan einführen (Seeteufel, Seezunge, Seehecht…).

 

 

Ab dem 12. Monat

Ab dem 12. Monat kann das Kind fast alles mitessen. Bei der Zubereitung des Essens sollte lediglich auf Fette, Öle und Salz verzichtet werden. Außerdem sollten Süßigkeiten weiterhin vermieden und Kuhmilch erst mit 18–24 Monaten eingeführt werden.

 

Weiterhin Muttermilch nach Bedarf.

 

Nun können nach und nach auch Hülsenfrüchte, Eiweiß und Nüsse (enthalten viel wichtiges Calcium) eingeführt werden.

 

Aufpassen, dass das Kind sich nicht bei den ersten eigenen Essversuchen an kleinen Nahrungsstücken verschlucken kann.

 

Es ist nicht sinnvoll, das Kind zu zwingen, etwas zu essen, das es nicht will, nicht jetzt und auch nicht später. Vielmehr sollten wir es als Person mit einem eigenen Geschmack respektieren.

 

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